Freitag, 20. März 2020

Fish River Canyon, Helmeringhausen, Einschränkungen und tolle Lodge zum Abschluss


Die Nacht war nicht besonders, so fiel es mir auch nicht schwer, um 6 Uhr aufzustehen, die ersten Veränderungen am Himmel festzuhalten und meine Sachen zusammenzuräumen.




Gegen 6:30 Uhr verlasse ich das Gelände. Waren sehr schöne und entspannende 2 Tage hier. Super tolles Essen, viel Ruhe, außer wenn die Bahn vorbei fuhr und ich konnte den Blog aufholen. Noch 2 Aufnahmen zum Abschied und dann geht es los.



Nun zieht es mich aber weiter in Richtung Fish River Canyon. Eindrücke von der Strecke.
























Nach einer guten Stunde und ca. 80 km erreiche ich den Abzweiger zur Fish River Lodge. Ich war hier schon, dennoch möchte ich wieder hin. Die Buchungssituation ist hier für alle schlecht, somit sollte die Lodge nicht mehr voll sein, wie zuletzt beauskunftet. Vielleicht bleibe ich eine Nacht, vielleicht schaue ich auch nur. Ich will hauptsächlich zu den View Points in den Canyon, rund um die Lodge.















Da ich mich für heute auf Camping einstellt habe, müsste schon ein guter Preis her, damit ich bleibe. Ich spreche die offensichtlich verantwortliche Managerin an. Wie häufig bei größeren Läden, haben die Manager vor Ort kaum handhabe. Listenpreis oder nicht - sie ruft für mich in Windhoek beim Head Office an und bekommt einen Nachlass. Dieser ist nicht besonders attraktiv, ich bedanke und verabschiede mich. Aber nicht ohne vorher noch einige Eindrücke mitzunehmen.

Die Fish River Lodge hat 20 Chalets in denen jeweils 2 Personen sehr komfortabel wohnen können. Für heute hat sie 4 Gäste, gleich 2 Chalets. Vor 4 Wochen, als ich geschaut hatte, war die Lodge für gut 2 Monate komplett ausgebucht. Heftig wie die Krise hier rein schlägt, Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes und hier bricht jetzt mehr und mehr alles weg. Mir bekannt, ist die Fish River Lodge die einzige, die direkt am Canyon Rand gebaut hat.

































Tja und beim Thema View Points komme ich auch nicht weiter. Diese sind Private und werden nur durch von der Lodge ausgeführten Game Drives genutzt - ok, das weiß ich jetzt auch. Gegen halb zehn mache ich mich also wieder auf den Weg. Ich entscheide mich für die Strecke in Richtung Bethanie und von dort weiter nach Helmeringhausen. Eindrücke von der Strecke.















Knapp 2 Stunden später erreiche ich wieder die B4 und damit verlasse ich zunächst Gravel und bin zurück auf Teer. Ich stoppe kurz, schaue in die Karte und fahre weiter in Richtung Bethanie.





Hier mal ein Video der GoPro mit der Ortsdurchfahrt Bethanie.


Die C14 bis nach Bethanie ist Teer und direkt nach dem Ort, wandelt sich die C14 zu Gravel.














Und weil es so schön ist, hier die gesamte Ortsdurchfahrt als Video.


Tja, Hummeldumm lässt schön grüßen. Wer das Buch gelesen oder das Hörbuch gehört hat, der weiß was das hier ist. Eine Teerstraße von vielleicht 300 Metern, ein Hotel, ein super sortierter Shop und fertig. Ich komme hier um kurz nach 13 Uhr an und begebe mich in den Gartenbereich des Hotels. Schnell kommt ein junger Mann und fragt mich nach meiner Bestellung. Ich nehme ein Sandwich und ein Getränk. Ich wollte mich gerade daran machen, etwas zu recherchieren, da erscheint Katja, die Besitzerin, im Gartenbereich.

Wir tauschen uns lange über die aktuelle Lage aus. Ihr Mann ist mit einigen Deutschen noch auf Tour, weitere Deutsche werden heute noch eintreffen und sie selbst hat ihren Flug nach Deutschland storniert, also rund um Corona. Nach gut 2 Stunden wollte ich mich dann auf den Weg machen, da fiel mir noch ein, Projekte ansprechen. Auch sie war sofort Feuer und Flamme und will unterstützen. Wieder einen Mitstreiter gefunden - läuft. Dann, also nach gut 3 Stunden, mache ich mich auf den Weg.











Und nun sollte der nicht so schöne Teil des Tages beginnen. Ich hatte mich zusammen mit Katja für die Namseb Lodge und Camping bei Maltahöhe entschieden. Diese ist von Maltahöhe gut 17 km entfernt. Ich also rein, keine schöne Zuwegung, sehr steinig und unattraktiv. Egal, nach gut der Hälfte der Strecke kam ich an ein Gate, kenne ich ja schon, nur nicht so. Da war ein Schloss mit Zahlenkombination. Ein Anruf bei der Lodge änderte nichts an der Situation, Freizeichen und niemand meldete sich. Also haben die wohl "closed", teilen es nur nicht unbedingt mit.


Ich also umgedreht, Plan B, ab ins Hotel Maltahöhe. Nö, wenn schon, denn schon, auch das Hotel Maltahöhe ist "closed", hier aber mit Hinweis im Fenster. OK, nicht lange drüber nachgedacht. Es gibt hier wohl einige Campsites direkt im Ort, direkt an der Straße, diese Option möchte ich aber in diesen Zeiten nicht wirklich ziehen. Also muss es dann doch noch weiter bis nach Mariental und danach noch etwas weiter gehen.

Gut das hier Teer ist, somit Höchstgeschwindigkeit aus dem Land Cruiser rausholen. Ich bitte Katja auf Lapa Lange anzurufen und mich anzukündigen, sie bestätigt. Es ist 18:15 Uhr, es sind 110 km bis Mariental und nochmals 35 km bis Lapa Lange. Ich fahre ungern im dunkeln, nun muss es aber sein.







Um 19:15 Uhr erreiche ich Mariental, noch vor dem Sonnenuntergang. Vor mir ist es schwarz, die letzten Züge der Sonne sind aber hinter mir, bedeutet die letzten Kilometer wird es eher dunkel, Gravel und Wasser auf dem Weg - egal, da muss ich jetzt durch. Gute 30 Minuten später erreiche ich das Gate von Lapa Lange. Dort wartet leider niemand auf mich, manuell lässt sich das Tor nicht öffnen und der Knopf zum Klingeln ist ohne Funktion. Aaaaaaaaaaaaah - und das Haupthaus ist so weit weg, dass mein Rufen, die Autohupe und das Hämmern am Tor wohl nicht gehört wird.

Soll es das schon gewesen sein? Nein, ich schnappe mir mein SmartPhone, kein Empfang. Nehme mir eine Map, in der Lapa Lange erwähnt ist, wegen der Telefonnummer und laufe den Weg auf und ab und plötzlich, ein schwaches Signal. Ich angerufen, bitte aufmachen, Tor geht auf, ich fahre rein - alles wird gut. Einchecken und zunächst ins Restaurant, Dinner geht noch.


20:05 Uhr steht das erste Bier vor mir, hier gibt es nur Hansa vom Fass, egal, ist kalt, schmeckt, ab dafür. Und dann geht es voll ab. Suppe, nächstes Bier, Salat, Springbock mit irgendwas und zum Nachtisch Moussee Chocolate - aaaaaaaaaaaaah, megaaaaaaaaaaaaaaaaa.






Um 22:30 Uhr ab ins Bett. Das war ein Ritt, so nicht geplant, dennoch abgeliefert und jetzt ist er putt.


Tageskilometer: 617 (aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah)
Höchsttemperatur: 29 Grad (sehr angenehm)